Samstag, 26. November 2011

Trails - Virtuelles Wissensmanagement in Form von Bookets

Bisher hatte man im Internet bei der Recherche oft nur die Möglichkeit, die Informationen als Bookmarks in Social Bookmarking Tools oder via Literaturverwaltungsssysteme wie Mendeley zu speichern. Möchte man kreativer arbeiten und z.B. die gefundenen Informationen wie in einem Notizbuch festhalten, blieb einem dies oft nur offline, z.B. in einem Moleskine übrig.

Neue Wege der Wissensorganisation gehen Anthon Astrom, Fabrian Wegmüller und Lukas Zimmer mit "The Cafe Society". Die drei Designer aus den Bereichen der Visuellen Kommunikation, Film und Kunst haben für Firefox mit Trails einen neuen kreativen Ansatz entwickelt, wie man Informationen, wie Texte und Bilder aus dem Netz sammeln und in Form eines Booklets darstellen kann. Diese können auch als pdf ausgedruckt oder via Mail an Kollegen weitergesandt werden.

Trails ist für Winows und Mac Nutzende gleichermassen geeignet. In anschaulichen Videos auf Vimeo werden die Funktionen und die Handhabung dargestellt. Noch scheint Trails kostenlos zu sein, man kann aber via Firefox etwas spenden dafür. Das Team gewann 2009 für das Tool den Design Preis Schweiz.

Link zu Download für Firefox
Videos zur Anwendung


Donnerstag, 24. November 2011

International Edubloggers Directory

Vor einige Jahren wurden Fachblogger noch etwas belächelt und wie z.B. von der NZZ als Wissensbeschaffer im Frondienst bezeichnet. Mittlerweile haben sich aber die Fachblogger etabliert. Patricia Donaghy sammelt seit Januar 2008 Education Blogs für ihr internationales Verzeichnis. Jeder der seriös einen Education Blog führt wird aufgenommen und bekommt einen persönlichen Diretory Badge.


Mittlerweile sind über 1300 Blogger darin verzeichnet, aus der Schweiz sind davon bisher ein Prozent vertreten. In Deutschland haben sich 2 Prozent der Edubloggers verzeichnen lassen. Die USA ist mit 36 Prozent am Meisten vertreten.

Wegen der Internationalität bietet
Donaghy den integrierten "Google Translate My Page" an. Das Verzeichnis ist eine tolle Sache, da es auch für die Mitglieder ein Forum zum Austausch anbietet und so den Blick über den Bildungstellerrand ermöglicht. Zudem werden Bildungsquellen und ein Veranstaltungskalender von ihr zur Verfügung gestellt.

Link: International Edubloggers Directory

Dienstag, 22. November 2011

Gedankensplitter: Online-Education - Lernen im Zeitalter des Internets

Auf der diesjährigen Online Educa vom 30. Nov. bis 2. Dez. in Berlin geht es um neue Formen des Lernens und Lehrens im Internet und mit sozialen Medien.

Spannend dürfte darunter auch der Keynote-Vortrag des Forschers und Journalisten John Bohannon sein, der sich mit dem "Google-Effekt", das heisst mit der zunehmenden Anhängigkeit vom Internet bei der Informationsbeschaffung beschäftigt. Sein aktuelles Forschungsprojekt behandelt dabei, wie sich dabei die technische Entwicklungen auf unsere Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen auswirken. Mehr dazu hier und in seinem Artikel "Searching for the Googel Effect on People´s Memory" der am 15. Juli 2011 in der Zeitschrift Science Vol. 333, No. 6040, p 277
erschien.
Weitere Infos und die Anmeldung zur Konferenz findet man unter www.online-educa.com

Samstag, 19. November 2011

Google Plus Anleitungen & mehr im Netz

Seit Mitte 2011 ist Google Plus (Google+) online und will Facebook konkurrenzieren. Wer einen Google Account hat, kann sich auch ohne Einladung problemlos anmelden.

Den Einstieg findet man via der Hauptseite von Google oben links unter dem Begriff +Ich





Bei der Anmeldung lohnt sich sich aber zuerst auch einen Blick in die Google+ Datenschutzbestimmungen zu werfen, und sich auch genau zu überlegen, ob man möchte, dass

"Google [...] meine Informationen verwenden [darf], um Inhalte und Werbeanzeigen auf Websites Dritter zu personalisieren"

Wer dies nicht möchte, sollte hier besser das Häkchen weglassen.


Wie bei Facebook greift auch Google+ nach der gelungenen Anmeldung auf die Kontakte bestehender Email-Konten wie Yahoo oder Hotmail zu. Überspringt man dies, erhält man auf anderen Wege die Möglichkeit Personen hinzuzufügen.

Der Kern von Google+ sind die Circles. Mit Hilfe dieser Kreise kann man bei Google genau festlegen, mit wem man Inhalte teilt. Google erläutert dies mit einem kleinen Filmchen auf You Tube genauer.

Weitere Informationen zur Anwendung von Google Plus findet man gut und übersichtlich beschrieben auf dem Blog Alles über Google+ von Jürgen Allmich. Auch Google selbst informiert auf seinem Google Blog rege über sein Tun.

Es ist ein Wettlauf beider Internetgiganten Google und Facebook. Letztendlich werden die Nutzenden entscheiden, welches Netzwerk ihnen mehr nützt. Und wie bei Facebook ist auch bei Google Plus zu beachten, wie man mit diesen sozialen Netzwerken am besten umgeht.

Aber vielleicht entscheiden sie sich auch für eine kleine Web 2.0 Pause und netzwerken lieber offline bei einer Tasse Kaffeee. Das soll ja auch noch möglich sein ;-)

Sonntag, 13. November 2011

Besser finden im Netz - Zehn wertvolle Tipps für die Internetrecherche

1. Statt blindlings mit der Recherche online zu starten, ist es oft besser, erst offline das Thema festzulegen und die geeigneten Suchbegriffe zu sammeln. Hier hilft auch die Mindmapping-Methode sehr weiter.

2. Nicht nur mit einem Suchbegriff suchen, sondern sich auch sachverwandte und synonyme Stichwörter zum Thema überlegen.


3. Bei sehr einfachen Recherchen, den Suchbegriff wie beispielsweise Wetter direkt als Internetadresse
www.wetter.ch ausprobieren. Dies hilft häufig auch bei Firmennamen.

4. Bei Themenrecherchen besser zuerst Webkataloge oder Linksammlungen wie
DMOZ - Open Diretory Project oder VLIB - The WWW Virtual Library befragen. Tipp für die Schweiz: Swisslinks von www.swissinfo.org

5. Suchmaschinen richtig nutzen. Nicht nur «googlen», sondern auch die
Spezialbefehle verwenden. Siehe auch Beitrag Googles neue Internetsuche.

6. Viele Suchmaschinen bieten eine
erweiterte Suche an. Nutzen Sie sie!

7. Für fast jedes Thema gibt es Spezialsuchmaschinen. Schlagen Sie dazu im
www.suchlexikon.de nach.

8. Sie haben gute Treffer gefunden? Nutzen Sie die Suchfunktion des Browsers. Mit der Tastenkombination
STRG+F öffnen Sie diese und können dann das Dokument schnell nach den relevanten Stichwörtern durchsuchen.

9. Schauen Sie sich die gefundenen Webseiten genau an und vertrauen Sie nicht blindlings den Informationen. Fragen Sie sich, wer hinter der Seite steckt und welche Absicht die Autorin oder der Autor hat. Siehe auch Blogbeitäge zu Domainüberprüfung bei Webseiten
bzw. Wie beurteile ich Infos aus dem Netz?

10. Archivieren Sie gute Quellen und Links sinnvoll in der Favoriten-Verwaltung Ihres Browsers oder nutzen Sie Tools für das Social Bookmarking wie Delicious oder Diigo
. Dann können Sie bei der nächsten Recherche gezielt wieder darauf zurückgreifen.

Mittwoch, 2. November 2011

Googles neue Internetsuche

Schritt für Schritt führt Google seit Mitte des Jahres neue Suchfunktionen ein und mistet gleichzeitig aber auch einige Suchtools aus. Hier die wichtigsten Änderungen.

Für jemand der professionell mit Google recherchiert und nicht nur ein, zwei Suchbegriffe googelt, stellte sich zuerst die Frage «Wo ist die erweiterte Suche hin?» Diese zeigt sich nicht mehr sofort auf der Einstiegsseite.

Man findet sie nun unter dem runden Zahnrad-Symbol -> Optionen oben rechts versteckt. Hier hat man auch Zugriff auf iGoogle und das Webprotokoll.

Weiter fällt auf, dass Google nun einem die Tipparbeit abnehmen möchte, und die Suchanfrage mit der «Instant Search» selbständig ergänzt.

Dies ist von Google gut gemeint. Für Recherchen mit mobilen Geräten durchaus sinnvoll, aber bei Profirecherchen stört es eher. Abhilfe kann man hier schaffen, wenn man oben rechts auf das runde Zahnradsymbol für Optionen klickt und bei Sucheinstellungen unter «Google Instant» das Häkchen bei «Google Instant nicht verwenden» setzt. Hier kann man auch wieder die Anzahl der Ergebnisse pro Seite flexibel festlegen.

Möchte man nicht, dass Google die Suchergebnisse anhand der eigenen Suchaktivitäten auf dem jeweiligen Computer mit Hilfe des Webprotokolls anpasst, kann man dies an dieser Stelle deaktiviere. So erhält man wieder mehr unabhängige Treffer und sucht nicht nur in seinem eigenen Suchbereich.

Die «Erweitere Suche» selbst hat ein frisches Design bekommen, das so schon lange auf google.com verfügbar war.


Mit ihr kann man gezielt, z.B. auf Dateiformaten, Sprache oder auf die gewünschte Domain einschränken. Neu zeigt es oben im hellblauen Fenster die dahinterstehenden Suchbefehle an. Die Tipps im rechten Rand helfen bei der Verwendung der einzelnen Suchoptionen.

Google trennt sich allerdings auch von manchen Suchfunktionen. Dies ist zum einen das Google Verzeichnis. Webkataloge bzw. verzeichnisse waren die ersten Suchhilfen im weltweiten Netz. Sie sind aber pflegeintensiv, wenn sie gut geführt werden. Das war Google wohl zu kostenintensiv, sie verweisen nun an DMOZ.

Googles Echtzeitsuche, welche auf Twitter basierte und 2009 startete, wurde nun in Google+ integriert. Hier macht sie wohl mehr Sinn, um mit den Statusänderungen der Netzwerkmitglieder bei Google+ auf dem Laufenden zu sein.

Sehr schade ist es, dass das Wunderrad verschwunden ist. Siehe Blog4Search. Bei manch schwammigen Suchanfragen half diese Visualisierung doch etwas, um weitere geeignete Suchbegriffe zu finden. Google bietet dafür weiterhin die Funktion «Verwandte Suchanfragen», welche auf der Ergebnisseite in linken Rand erscheint.

Das offizielle Blog von Google berichtet regelmässig über weitere anstehende Änderungen.