Sonntag, 1. Juli 2012

Gedankensplitter: Tagung Update / Social Media & Bibliotheken

Für innovative und kundenorientierte Bibliotheken, egal ob gross oder klein sind Social Media Tools, wie Facebook, Twitter, Delicious, Netvibes, Library Thing, Blogs usw. keine Fremdwörter mehr. Über einige Beispiele wurde auch schon hier im Blog4Search schon berichtet (siehe unter Links).

Die Interessegruppe der Wissenschaftlichen Bibliothekarinnen und der Bibliothekare der Schweiz (IG WBS) und die Arbeitsgruppe Informationskompetenz (AGIK) nahmen mit ihrer Tagung Update Mitte Juni, das Thema Social Media und (wissenschaftliche) Bibliothekare/innen neu auf. Thomas Hapke zeigte beispielhaft, wie er die Tools in seiner täglichen Arbeit als wissenschaftlicher Bibliothekar einsetzt. Wichtig ist für ihn dabei, dass man Neugierde und einen gewissen Spieltrieb mitbringt, um sich an die sozialen Medien zu wagen. Ebenso sind natürlich Zeit und eine kritsche Haltung unabdingbar. Für Hapke unterscheidet sich dies übrigens nicht von den gleichen Voraussetzungen, die man braucht, um informationskompetent zu werden.

Neben Hapkes Vortrag, wagte die Tagung zudem einem Blick über den Tellerrand und ergänzten die Thematik mit Beiträgen zu Social Media und informellem Lernen sowie digitales Urheberrecht.

Spannend war deshalb am Vormittag auch der 2. Vortrag von David Krieger zu Social Media und informellen Lernen. Krieger kommt vom Insitut für Kommunikation & Führung an der PH Luzern (IKF) und sieht eine veränderte Zukunft der Lernorte. Nicht mehr die klassischen Unterrichtsräume werden die weitere Zukunft sein, sondern Lernfoyers, die denen individuelles, aber auch gemeinsames Lernen möglich ist. Hier können auch die Bibliotheken eine wichtige Rolle spielen, wie beispielsweise das Pädagogische Medienzentrum (PMZ) in Luzern mit ihrer LernLounge zeigt.

Quelle: PMZ Luzern

Als treibende Kraft für diese Veränderungen sieht er neben den mobilen Geräten auch die sozialen Medien, die immer mehr ein informelles Lernen ermöglichen.

Anna Picco von Digital Copyrights for E-learning (DICE) verriet die urheberrechtlichen Fallstricke bei der Verwendung von Social Media im Unterricht. Der Verein stellt auf ihrer Website unter Resources hilfreiche Tools zur Verfügung, wie man selbst die rechtlichen Bestimmungen im Unterricht abklären kann.

Praktisch ausprobieren konnten die Teilnehmenden dann am Nachmittag in vier verschiedenen Workshops das Twittern bei Seraina Scherer sowie Netvibes für das wissenschaftliche Informationsmanagement bei Gary Seitz. Bruno Wenk informierte grundlegend über mobile Geräte. Auch das Bloggen kam nicht zu kurz. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde anhand eines vorbereiteten Blog4Search-Postings ein knackiger Titel gesucht und publiziert.

Das Resümee der Tagung fiel überwiegend positiv aus und vielleicht wurde nun bei der ein oder dem anderen Teilnehmer/in der soziale Spieltrieb geweckt.

Links zur Tagung:
Bericht der IGWBS zur Tagung im Rundbrief ab S. 20
Links zu den Präsentationen & Workshops

Frühere Blogbeiträge zu Bibliotheken, die Social Media geschickt in ihrer täglichen Arbeit einsetzen
Öffentliche Institutionen und Verwaltungen auf Facebook & Co.
Wie recherchiert man wissenschaftliche zum Thema Marmelade? (Beispiel mit YouTube)
Bibliotheken auf Delicious
Facebook und Schweizer Bibliotheken


Kommentare:

HBaller hat gesagt…

Eben erst hatte ich Zeit, mich durch die Links Ihres Beitrags zu klicken und habe mit, ja, Freude bemerkt, dass in Ihrer Präsentation mein Kommentar vorkommt - Merci vielmals!
Spannende Sachen gab es da auf Ihrer Tagung -d ahabe ich noch ein Weilchen was zu lesen.

Herzliche Grüße
Heike Baller

Beatrice Krause hat gesagt…

Ja, ihr Kommentar kam gerade zeitlich passend zu dem Workshop. So konnte ich etwas die Blogosphäre darstellen. Postiv kam auch Ihre offene Kennzeichnung der Änderung des Namens Leidl bzw. Ledl an. Fehler können passieren, im Social Web ist es positiv dies offen darzulegen.