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Sonntag, 19. November 2017

Fotoarchiv von Annemarie Schwarzenbach


Zum 75. Todestag hat die Schweizerische Nationalbibliothek über 3000 Fotografien von Annemarie Schwarzenbach aus dem Bestand des Schweizerischen Literaturarchivs auf Wikimedia Commons online gestellt.

Annemarie Schwarzenbach ist vorallem den 1930er und 1940er Jahren als Schriftstellerin und Fotografin bekannt geworden. Besonders Reisereportagen haben es ihr angetan und daraus ist eine umfangreiche Sammlung an Bildmaterial aus Afrika, Amerika und Asien entstanden. Dieses steht nun unentgeltlich auf Wikimedia Commons zur Verfügung. Zudem hat das Schweizerische Literaturarchiv diese Fotografien in ihrem Projekt «Am Ende aller Wege» mit Landkarten aus der damaligen Zeit verknüpft.

So lassen sich ihre Fotografien über die drei Kontinente Amerika, Afrika und Asien interaktiv via Landkarte nachverfolgen und man erhält einen spannenden Eindruck, wie damals beispielsweise ihre Reise durch Afghanistan war.

Beispiel: Afghanistan-Reise; Quelle: Schweizerisches Literaturarchiv


Links:
Schwarzenbach, Annemarie: Inventar ihres Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv 
Interaktive Karte «Am Ende aller Wege»
Bildarchiv auf Wikimedia Commons

Samstag, 23. September 2017

British Library: Digital Art Online & Bot Mechanical Curator

Auf Flickr gibt es nicht nur private Fotosammlungen, sondern auch bekannte Bibliotheken und Museen wie die New York Public Library, The Library of Congress, Getty Research Institute nutzen diese soziale Plattform, um ihre historischen Schätze sichtbar zu machen.

Neu hinzugekommen ist dieses Jahr auch die British Library. Sie stellt über 1 Million Vintage Bilder zur kostenlosen Nutzung ins Netz. Damit sind Bilder gemeint, welche aus 65.000 Büchern der Bibliothek des 17, 18, und 19 Jahrhunderts stammen und nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen.
 
Quelle: Flowers, Earth's silent voices

Auf Flickr sind diese Bilder in verschiedenen Alben, beispielsweise nach Buchcovers, Radfahren, illustrierte Schriftzüge, Comic Art, Schiffe oder Kinderbuch Illustrationen sortiert. Diese Sortierung kam durch Flickr-Nutzende zustande, welche die hochgeladenen Bilder mit Schlagwörtern versehen.

Um auf diese Sammlung und die Bilder aufmerksam zu machen postet jede Stunde der «Mecanical Curator», ein Bot der British Library Labs automatisch ein zufälliges Bild in Tumblr.

Links:

British Library auf Flickr
 «Mecanical Curator»
British Library Labs
Öffentliche Bildarchive auf Flickr

Sonntag, 12. Juni 2016

Bildwörterbuch: Quelle für Visualisierungen

Will man beispielsweise den Wasserkreislauf erläutern, ist dies mit reinem Text eher etwas umständlich und es ist dann schwierig, richtig verstanden zu werden. Besser eignet sich dies mit einer Visualisierung darzustellen. Für den Unterricht bedeuten Visualisierungen aber einen Mehraufwand. Daher ist es hilfreich, wenn man im Internet gute Quellen dafür findet.

Weiterlesen auf netzkulturlernen.ch

Donnerstag, 12. März 2015

Bilddatenbank E-Pics

Die ETH ist bekannt für ihre umfangreichen Sammelungen, sei es das Max Frisch Archiv oder die Alten und Seltenen Drucke der ETH-Bibliothek. Inzwischen sind die meisten Bilder digitalisiert und werden auf E-Pics der zentralen Bilddatenbank der ETH Zürich zur Verfügung gestellt.

Die sieben Sammlungen sind einzeln übersichtlich auf der Webseite dargestellt. Eine gemeinsame Meta-Suchfunktion gibt es auf E-Pics (noch) nicht. Das Archiv «Tiere, Pflanzen und Biotope» beispielsweise, enthält über 20.000 Bilder und Fotografien. Ein grosser Teil kommt dabei vom Naturfotografen Albert Krebs aus Winterthur.

In jeder einzelnen Sammlung kann nach Stichwörtern bzw. nach den entsprechenden Kategorien recherchiert werden. Die meisten Bilder sind öffentlich einsehbar. Nähere Angaben zum einzelnen Bild erfährt man jeweils unter dem Infobutton (i), sobald man es aufruft. Die Bilder können, je nach Sammlung gedruckt und heruntergeladen werden. Die Qualität ist dabei in der Regel sehr gut. Will man diese Bilder für bestimmte Zwecke nutzen, muss man bei der jeweiligen Sammlung dazu anfragen.

Link: E-Pics

Donnerstag, 1. August 2013

Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz

Im Ausland evtl. bekannt ist das Feuerwerk am 1. August, mit dem die Schweizerinnen und Schweizer ihren Nationalfeiertag am 1. August feiern. Tradionell verbindet man oft auch viele Feste und Anlässe in den Bergen und Tälern mit typisch Schweiz, wie z. B. Appenzeller und Toggenburger Alpfahrt. Doch dass der Uhrencup in Grenchen (Kanton Solothurn), das älteste Fussballturnier Europas ebenfalls eine Schweizer Tradition ist, dürfte eher unbekannt sein.

Das Bundesamt für Kultur hat zusammen mit den kantonalen Kulturstellen im Rahmen der Umsetzung des UNESCO-Übereinkommens, welche das immaterielle Kulturerbe schützen will, eine eigene Datenbank zu den lebendigen Traditionen erstellt.

Aktuell enthält die «Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz» 167 Einträge aus allen Landesteilen.
Die immateriellen Kulturgüter kommen dabei aus den Bereiche Musik, Tanz, Theater, Brauchtum, Handwerk, Industrie und Wissen im Umgang mit der Natur und zeigen so ein sehr vielfältiges Bild der Schweiz.

Link:
Lebendige Traditionen
Index
Volltextsuche

siehe auch Historisches Lexikon der Schweiz


Montag, 17. Juni 2013

Google Maps mit Street View als Galerie

Google ist fleissig dabei die Welt via Street View zu erfassen. Nicht alle waren davon wegen dem Datenschutz begeistert, wie z.B. der Rechtsanwalt Martin Steiger in seinem Blog postet und so müssen Personen oder Autokennzeichen von Google gepixelt werden.

Aber andersseits bietet Google Maps mit Street View auch es spannende 360-Grad-Ansichten zu Orten oder Städten auf der ganzen Welt. Google hat diese Orte inzwischen in einer Galerie zusammengestellt und informiert daneben auch über seinen neuen Umgang mit dem Datenschutz.

In der Galerie finder man mittlerweile die Zugstrecke Albula / Bernina der Schweizer Rhätischen Bahn, welche UNESCO Weltkulturerbe ist, sowie das Schloss in Laufen, den botanische Garten in Zürich oder das Castelgrande in Bellinzona und vieles mehr unter Schweizer Sehenswürdigkeiten.

So kann man nun schön darin stöbern, wenn man noch nicht so ganz weiss, wohin die nächsten Ferien gehen sollen. Wenn man nicht weiss wie, dann gibt es von Google dazu eine kurze Demo.

Links:
Google Maps Street View
Demo

Bisherige Post zu Recherchetipps für Ferien und endlich schöne Sommertage:
Ferienkalender und Ausflugtipps für Zürich und die Schweiz
Eigene Karten mit den Lieblingsrouten erstellen
Aquamap - Gefahrlos in der Schweiz baden gehen
Oanda Währungsrechner


 

Mittwoch, 25. April 2012

Umfangreicher Bilderschatz des Stadtarchivs New York online

Wie die NZZ gestern meldete, stellt das New Yorker Stadtarchiv aus seinem reichen Fundus von 2,2 Millionen Fotografien 870´000 Bilder kostenlos im Internet zur Verfügung. Die Aufnahmen zeigen einen spannenden Einblick in die Geschichte einer der bedeutesten Städte der Welt.


Bildnachweis: Ein Mann betrachtet den Hudson River vom New Yorker Turm der George Washington Bridge aus, 22. Dezember 1936. (Bild: Keystone / AP / New York City Municipal Archives, WPA Federal Writer's Project, Jack Rosenzwieg)

Link zur Online Gallery

UPDATE: Leider scheint das Online-Archiv seit ein paar Tagen überlastet zu sein. Der Zugriff ist momentan nicht mehr möglich. Hauptwebseite der Stadtverwaltung siehe: http://www.nyc.gov/html/index.html

Samstag, 22. Oktober 2011

Bildrecherche im Internet

Bilder gezielt im Internet zu suchen ist oft schwierig. In professionellen Bilddatenbanken, wie z.B. der Bildindex des Bildarchivs Foto Marburg sind Bilder häufig noch gut mit Angaben zu den Bildern wie Name des Künstlers, Titel, Bildbeschreibung, Quelle versehen. Diese Metadaten helfen bei der gezielten Bildsuche.

Doch sucht man nach abstrakten Begriffen, um zum Beispiel das Thema „Beobachten“ zu visualisieren wird es schwieriger. Hier muss man diesen Begriff in konkrete Gegenstände umwandeln, um eine Bildrecherche beginnen zu können. In diesem Beispiel eignet sich z.B. der Suchbegriff Fernglas etwa. Doch was ist, wenn dieser Begriff so nicht mit den Metadaten detailliert beschrieben werden?

Das Steve Museum wagte hier den Versuch, die Bilder zusätzlich zu den eigenen Metadaten auch von den Nutzern taggen zu lassen. Über 4800 Nutzende haben inzwischen beim "Steve - The Museum Social Tagging Project" fast 10.000 Objekte mit rund 50.000 Begriffen versehen.

Sucht man hier mit dem Begriff Binoculars, erhält man nicht nur den Treffer, in dem der Suchbegriff im Titel vorkommt, sondern auch eine Karikatur von Honoré Daumier, bei dem der Begriff als Tag (term) hinterlegt ist. Ohne diesen Term wäre dieser Treffer nie sichtbar geworden.

Doch Tags können auch tricky sein, wenn die taggenden Personen z.B. unter dem Begriff Cassis Verschiedenes verstehen, wie Flickr zeigt. Bei Flickr versucht man dies durch Tag-Cluster wieder etwas gezielter zu ordnen.

Die neue Google Bildsuche geht in der Bildrecherche einen Schritt weiter. Sie lässt Bilder mit Hilfe von Bildern suchen. An der kleinen Kamera im Suchschlitz wird diese Suche sichtbar.

Google verwendet dabei die Bildvergleichstechnik und sucht nach optisch ähnlichen Bildern. Dieses Kriterium bezieht sich häufig auf die Farbgebung und den Bildaufbau, z.B. ob es ein Portrait ist usw. Wenn man nun den Begriff Cassis eingibt und damit die schwarze Johannisbeere meint, erscheinen die gewünschten Bilder. Zieht man nun dieses Bild mit der gedrückten Maustaste in den Suchschlitz von Google Bildsuche …


…. findet Google optisch ähnliche Bilder.


Hundertprozentig richtig liegt Google dabei nicht immer. In diesem Fall ist eine Papaya zu einer schwarzen Johannisbeere geworden.;-)

Interessanter hingegen ist aber zu sehen, welche Webseiten es mit übereinstimmenden Bildern gibt. Dies kann Fotografen gezielt helfen, auf Urheberrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. In diesen Fall genügt es, via Kamera Symbol das eigene Bild hochzuladen oder die Bild-URL einzugeben.


Zum Thema Copyright: Es ist immer besser brav zu fragen, ob man die gefundenen Bilder verwenden darf. Besonders, wenn man damit seine eigene Website schmücken will. Etwas Abhilfe schaffen hier die Creative-Commons-Lizenzen. Bei der Google Bildsuche kann man die Nutzungsrechte gezielt unter der Erweiterten Suche einstellen.


Donnerstag, 24. März 2011

Schweizer Plakatsammlung auf Swissbib

Auf der Webseite Swiss Poster Collection findet man eine grosse Vielfalt an Plakaten von Künstlern aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Die Plakate machen unter anderem auf den Tourismus, Ausstellungen, diverse Produkte, Kulturanlässe, Sport und politische Kampagnen der Schweiz aufmerksam.

Wie das Blog der Digithek darauf aufmerksam macht, ist diese Sammlung nun auch auf Swissbib, dem Matakatlog der Schweizer Hochschulbibliotheken verfügbar.

Links:

Swiss Poster Collection

Swissbib

Swissbib Blog

Montag, 26. April 2010

Öffentliche Bildarchive auf Flickr

Immer mehr öffentliche Institutionen nutzen den Web2.0-Dienst Flickr als öffentliches Bildarchiv für ihre Sammlungen. In der Regel finden sich hier viele gemeinfreie Bilder, d.h. Bilder, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen. Dies sind häufig Fotografie zur Zeitgeschichte.

Bisher sind vor allem bekannte Bibliotheken und Museen aus dem angelsächsischen Sprachraum vertreten, wie New York Public Library, The Library of Congress, Getty Research Institute. Aber auch unbekannte Bibliotheken wie z.B. die Bergen Public Library aus Norwegen nutzen diese Plattform, um ihre historischen Schätze, wie zum Zeppelinflug über Bergen sichtbar zu machen.

Die Besonderheit bei Flickr ist im Gegensatz zu "herkömmlichen" Plattformen, dass die Nutzenden die Bilder kommentieren und teilweise "taggen" können. So erfährt man als gebende Institution unmittelbar, ob die jeweiligen Sammlung überhaupt auf Interesse stösst und wie sie von den Nutzenden wahrgenommen werden.

(via Recherchenblog)

Link: Die Commons auf Flickr

TIPP! Weitere Bildquellen unter Search4Art - Bilddatenbank

Freitag, 2. April 2010

Das Max-Frisch-Archiv ist online

Pünktlich als kleines Ostergeschenk für alle Literaturhistoriker ist seit Gründonnerstag das Max-Frisch-Archiv der ETH online wie die NZZ am 29.3.2010 berichtete. Die Bibliothek umfasst das vollständige Werk von Max Frisch sowie umfassende Sekundärliteratur, Dissertationen und Briefwechsel sowie Kunst- und Fotobände. Die Buchtitel der Präsenzbibliothek wie z.B. Homo Faber sind im Bibliothekskatalog Nebis katalogisiert.

In der neuen Online-Archivdatenbank werden nach und nach vor allem Artikel aus Zeitschriften und Zeitungen sowie Typoskripte und Korrespondenzen nachgewiesen. Bis Ende Mai 2010 soll der Architekturbestand, bis Ende Juni 2010 die Korrespondenz aufgeschaltet sein. Das Online-Archiv hilft den Nutzenden, auch orts- und zeitunabhängig nach den Beständen des Archivs zu recherchieren. Die gefundenen Dokumente können jedoch wie die Bücher nur vor Ort im Original eingesehen werden, da noch keine Dossiers angelegt oder Einzelstücke erfasst sind.

Wenn bis Ende Jahr die Bildrechte abgeklärt sind, wird es möglich sein auch nach den rund 1'500 Bildern, die das Archiv besitzt, online in einer eigenen Bilddatenbank zu suchen. Es ist ausserdem geplant in diesem Jahr auch die Ton- und Videodokumente zu digitalisieren.

Es bleibt daher spannend diese Projekte zu verfolgen.

Links:

Nebis
Archivdatenbank online
Bilddatenbank online